Gepostet von Marc am 05-02-2010 09:59
Sechs Mannschaften stritten beim C-Jugend-Hallenfußballturnier in Havelberg um die Siegertrophäe / Gastgeber erreicht in der Endabrechnung Platz 3
Florian Sasse trifft nach nur einer Sekunde ins Tor
Havelberg (dh). Die C-Junioren des FSV Havelberg warten weiter auf ihren ersten
Turniersieg in der Hallenfußballsaison 2009/2010. Auch beim Heimturnier am
vergangenen Wochenende in der Sporthalle am Eichenwald ging dieser Wunsch nicht in
Erfüllung.
Trainer Matthias Döbbelin und ein Großaufgebaut von elf seiner Spieler war sich am
Sonnabend vor Turnierbeginn in der Sporthalle am Eichenwald einig. Als Gastgeber
wollte das FSV-Team trotz spielstarker Konkurrenz einen Angriff auf den Siegerpokal
des Dienstleisters "Havelland-Menü" starten.
Und der Start konnte auch kaum besser
sein. Denn gleich zum Auftakt wurde dem BSC Rathenow deutlich mit 5:2 das Nachsehen
gegeben. Schon nach 20 Sekunden stand es 1:0 für die Hausherren, als Toni Liebsch
eine Einschussmöglichkeit eiskalt zur Führung nutzte. Neuzugang Martin Keiper
erhöhte nur wenig später auf 2:0. Damit erzielte der junge Schollener in seinem
ersten Spiel für den FSV gleich seinen ersten Treffer - und das ausgerechnet auch
noch gegen den Verein, für den er bis in den Monat Januar hinein aktiv war. Für die
weiteren Havelberger Treffer sorgten erneut Toni Liebsch, Levi Taborowski und Niklas
Kripke. Die Gegentreffer stellten in keiner Phase der Partie eine Gefährdung für die
Gastgeber dar. Der FSV lag dabei immer mindestens mit drei Toren in Front.
Da der Spielplan des Turniers völlig umgekrempelt werden musste - die BSV
Schwarz-Weiß Zaatzke reiste witterungsbedingt erst anderthalb Stunden nach Beginn
der Veranstaltung an - trafen die Havelberger in ihrem nächsten Vergleich nicht wie
vorgesehen auf ihre Altersgefährten aus Zaatzke, sondern auf die Vertretung des SV
Blau-Weiß Wusterwitz, die allein schon aufgrund ihrer Höherklassigkeit als einer der
Turnierfavoriten gehandelt wurde. Die Schützlinge von Trainer Matthias Döbbelin
starteten äußerst motiviert und auch vielversprechend in die Begegnung. Martin
Keiper ließ sein neues Team jubeln, als er schon nach 80 Sekunden zum 1:0 traf. Doch
dann setzte sich auf dem Parkett zunehmend die Routine und Kaltschnäuzigkeit des
Gegners durch. Mehr und mehr übernahmen die Wusterwitzer die Rolle des Regisseurs
auf dem Spielfeld, was den Freiraum für die FSV-Akteure deutlich einschränkte. Nach
sechs Minuten - die Spielzeit betrug 12 Minuten - mussten sie den Ausgleich
hinnehmen, dann lagen die Gäste mit 2:1 in Front. Noch einmal mobilisierten die
Havelberger ihre Kräfte, um wenigstens mit einem Unentschieden in die Kabine zu
gehen. Die größte Gelegenheit dafür bot sich drei Minuten vor der Schlusssirene Dan
Banut - ein weiterer Neuzugang -, doch leider scheiterte er am ausgezeichneten
SV-Schlussmann. Am Ende ging der knappe Sieg für die Wusterwitzer in Ordnung, weil
die Spieler aus der Domstadt über weite Strecken der Partie zu inaktiv blieben.
In der Auseinandersetzung mit ihrem dritten Gegner, der SG Weisen/Bad
Wilsnack-Legde, war von dieser Schwäche dann aber nichts mehr zu sehen. Allerdings
machte die sehr junge SG-Vertretung den Havelbergern das Toreschießen auch sehr
einfach. Für eine Besonderheit im Turnierverlauf sorgte gleich zu Beginn Florian
Sasse, als er den Ball vom Anstoß weg ins Gästetor wuchtete. Gerade mal eine Sekunde
war nach dem Anpfiff vergangen. Niklas Krippe - er traf gleich drei Mal ins Schwarze
-, Toni Liebsch sowie Marcel Lietzke und erneut Florian Sasse schraubten das
Ergebnis noch auf 7:0.
Als nächstes stand für die C-Junioren des FSV das "Nachholespiel" gegen Schwarz-Weiß
Zaatzke auf dem Programm. Anders als in den drei vorangegangenen Partien gingen
hierbei nicht die Domstädter in Führung, sondern die Gäste. Doch Levi Taborowski
machte mit seinem Ausgleichstreffer alles offen. In der Döbbelin-Truppe erwachten
nun wieder Spielfreude und Siegwille. Doch ihre Chancenverwertung ließ sehr zu
wünschen übrig. Statt mit drei Punkten musste sich das Team am Ende mit einem Zähler
begnügen.
Da die Wusterwitzer sich von keiner Mannschaft überraschen ließen, konnte der FSV
nur noch den Pokal für den 2. Platz erringen. Allerdings nur mit einem Sieg gegen
Einheit Perleberg. Das allerdings schaffte die Mannschaft nicht. Ja, mit 2:5
kassierten die Domstädter in einem ziemlich ausgeglichenen Spiel gar eine
empfindliche Niederlage. Wie zuvor gegen Zaatzke gab die schlechte Chancenverwertung
den Ausschlag dafür. In der Endabrechnung bedeutete das Platz 3 für den FSV.
Freuen
durfte sich bei der Siegerehrung auch Toni Liebsch. Er war für die Trainer der
teilnehmenden Vereine der auffälligste Akteur auf dem Parkett und wurde als bester
Spieler des Turniers ausgezeichnet. Stephan Petzold von Schwarz-Weiß Zaatzke konnte
die Ehrung als bester Torhüter entgegen nehmen.
Alle Ergebnisse:
FSV Havelberg gegen BSC Rathenow 5:2
SG Weisen/Bad Wilsnack-Legde gegen Einheit Perleberg 0:3
Blau-Weiß Wusterwitz gegen Schwarz-Weiß Zaatzke 2:0
BSC Rathenow gegen SG Weisen/Bad Wilsnack-Legde 3:1
Schwarz-Weiß Zaatzke gegen FSV Havelberg 1:1
Einheit Perleberg gegen Blau-Weiß Wusterwitz 1:3
Schwarz-Weiß Zaatzke gegen SG Weisen/Bad Wilsnack-Legde 2:2
Einheit Perleberg gegen BSC Rathenow 2:1
Blau-Weiß Wusterwitz gegen FSV Havelberg 2:1
BSC Rathenow gegen Schwarz-Weiß Zaatzke 1:4
FSV Havelberg gegen Einheit Perleberg 2:5
SG Weisen/Bad Wilsnack-Legde gegen Blau-Weiß Wusterwitz 0:7
Einheit Perleberg gegen Schwarz-Weiß Zaatzke 2:2
BSC Rathenow gegen Blau-Weiß Wusterwitz 0:5
FSV Havelberg gegen SG Weisen/Bad Wilsnack-Legde 7:0
Endstand:
1. SV Blau-Weiß Wusterwitz 1886 (15 Punkte, 19:2 Tore)
2. SSV Einheit Perleberg (10 Punkte, 13:8 Tore)
3. FSV Havelberg 1911 (7 Punkte, 16:10 Tore)
4. BSV Schwarz-Weiß Zaatzke 1949 (6 Punkte, 9:8 Tore)
5. BSC Rathenow 94 (3 Punkte, 7:17 Tore)
6. SG Weisen/Bad Wilsnack-Legde (1 Punkt, 3:23 Tore)
Der FSV Havelberg setzte folgende Spieler ein: Tommy Franke; Eric Walther, Marcel
Lietzke, Niklas Kripke, Toni Liebsch, Dan Banut, Bastian Jadatz, Florian Sasse,
Alexander Deutschmann, Levi Taborowski, Martin Keiper.

















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